Templer

Der Schatz der

Tempelritter

DIE Tempelritter

Die Gründung der Ortschaft „Steinhagen“ im Kreis Gütersloh wird auf die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts datiert, als durch den Grafen von Ravensberg eine Siedlung aus elf „freien Hagen“ (Höfe oder Hofstellen) zusammengefasst und fortan „Steynhagen“ genannt werden solle. Die Grafschaft Ravensberg war zu dieser Zeit bereits Teil des heiligen römischen Reiches.

Und hier, am Fuße des Teutogebirges gab es auch einen befestigten Stützpunkt des Tempelritterordens. Die „Komtureien“ genannten Hofanlagen waren Teil des weit verzweigten Handelsnetz der Templer, und bestanden neben einer kleinen Kapelle meist aus einigen Wirtschafts und Wohnhäusern. 

Hier wurden Wertgegenstände von Pilgerreisenden verwahrt, und -gegen Gebühr- sicher an die Ziele der Pilger verbracht. Auch den Pilgern selbst gab man Geleitschutz und sicherte die Reise ins heilige Land.  Mit diesem gut organisierten „Reisevesicherungssystem“ gelangte der Orden der Tempelritter zu beachtlichen Reichtümern.

Die Macht der Templer war schon bald so groß, und Ihre Reichtümer so gewaltig dass der französische König Philipp IV durch eine Mitgliedschaft im Templerorden hoffte, für seine weltliche Macht wirtschaftliche Unterstützung durch die Templer zu erhalten – doch der Templerorden verwehrte Philipp IV die Ordensweihe – worauf dieser aus Rache die Verhaftung aller Tempelritter befahl.

Am 14. September 1307 wurden europaweit fast zeitgleich alle Templerordensritter verhaftet und in Kerker geworfen – nur wenige Ordensritter konnten fliehen oder sich in Sicherheit bringen. Die Macht der Tempelritter war damit gebrochen, die heilige Inquisition folterte und tötete in den Folgejahren gnadenlos jeden Templer den man eingekerkert, oder deren man habhaft werden konnte. Der letzte Großmeister des Templerordens, Jacques de Molay wurde schließlich im Jahr 1314 in Paris auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.  Jacques de Molay hat seine noch verbliebenen Getreuen kurz vor seinem gewaltsamen Tot auf dem Scheiterhaufen angewiesen die Reichtümer der Tempelritter nach der Belagerung von Akkon zurück nach Europa „an einen sicheren Ort“ zu verbringen.

Bis heute ranken sich viele Mythen über den Verbleib des Templerschatz. Viele vermuten, das er in der Grafschaft Gisors in Frankreich, oder unter der Roselyn Kapelle in England verborgen ist. Doch gibt es auch Hinweise in alten Schriften das der Schatz kurz nach dem Tode von Jaques de Molet nach Deutschland verbracht, und dort in einer kleinen unbedeutenden Komturei in der Nähe des Teutoburger Waldes versteckt wurde. 

2016 entdeckte schließlich eine archäologische Expedition unter der Leitung des rennomierten Archäologen Prof. Dr. James T. Carter die sogar noch recht gut erhaltenen Überreste einer kleinen Kapelle, dem Zentralgebäude der ehemaligen Templer Komturei Steynhagen.

************** Foto Ausgrabungen ***************

Carter machte sich mit seinem Team an die Freilegung der noch vorhandenen Grundmauern, und entdeckte dabei unter anderem Münzen und Ringe welche zweifelsfrei den Tempelrittern zugeordnet werden konnten. Bei der Freilegung der Ursprungsmauern unter der Kapelle wurden auch einige Hohlräume entdeckt, doch angesichts der historischen Bedeutung der Kapelle wurden darauf verzichtet diese gänzlich freizulegen, da man befürchten musste dadurch zuviel der Mauersubstanz und des Tragwerks der Kapelle unwiderbringlich zu zerstören.

2024 endeten die aufwendigen Restaurationsarbeiten der kleinen Templerkapelle und diese wurde in einem feierlichen Festakt dem letzten in Deutschland noch aktiven Mönchsorden der armen Ritterschaft Christi übergeben.

***** FOTO ÜBERGABE *****

Diese nach den Regeln des Ritterordens lebende Glaubensgemeinschaft verwaltet seitdem unabhängig diese historisch bedeutsame Einrichtung, und ist auch für Besichtigungen geöffnet. Der oberste Abt, Pater Renoir de Solente soll dabei sogar ein direkter Nachfahre des 1314 hingerichteten Jacques de Molay sein.

Teile der Komturei mit der kleine Kapelle stehen zu folgenden Zeiten für Besichtigungen zur Verfügung:


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